Schreibtisch mit Utensilien

Textarten einfach erklärt

Texte welcher Art schreibst du denn? Wenn du wüsstest, wie oft mich die Menschen das fragen. Meistens tue ich so, als würde ich gerade mit potenziellen Auftraggebenden Aufzug fahren (you never know) und antworte daher mit meinem Elevator Pitch:

Ich schreibe Blogartikel, Website-Texte und Werbetexte wie Newsletter, Mailings, Advertorials, Social-Media-Posts. Meine Schwerpunkte sind Kinder, Kinderyoga, Mamasein, Yoga und Pilates, Gesundheit und Sprachen. Ich habe noch einen persönlichen Blog und blogge dort über meine Heimat Bulgarien und meine Wahlheimat Köln. Alles rund ums Texten macht mich glücklich. Lässt mein Herz höher schlagen. Soll ich redaktionell unterstützen? Ende Elevator Pitch.

Raus aus der Aufzugspräsentation, denke ich mir das: Es gibt eigentlich unzählige Textvariationen. Und als Germanistin, Bloggerin, Onlineredakteurin und Textheldin kenne und beherrsche ich enorm viele davon.

Ein Meer an Textsorten

Warum schreiben Journalist:innen Nachrichten oder Reportagen? Dichter:innen Lyrik und Blogger:innen Blogbeiträge? Das hat alles einen Grund: Jeder Text hat ein bestimmtes Ziel, sei es zu informieren, animieren oder verkaufen. Somit erfüllt er auch wichtige Kriterien, die für eine Textkategorie typisch sind. Auch die Nutzer:innen erwarten intuitiv, dass unterschiedliche Texte in ihrer Sprache und in ihrer Funktion variieren.

Für Texter:innen, ob Germanist:innen oder Blogger:innen, spielt die Vielfalt der Texte kaum eine Rolle. Denn das setzt jede Textsorte neben MEHRWERT voraus: Inhalte durch die Sprache transportieren und sie für andere Nutzer:innen zugänglich machen. Und genau das verbindet die enorme Vielfalt an Texten.

Hier eine kurze Übersicht über einige Kategorien und die dazugehörigen Texte (Quelle: Ernst Klett Verlag):

  • Epische Texte: Fabel, Märchen und Novelle
  • Dramatische Textsorten: Komödie, Tragödie
  • Lyrische Textarten: Ballade, Ode oder Sonett
  • Journalistische Darstellungsformen: Meldung, Nachricht, Reportage, Interview
  • Appellative Texte: Kommentar, Leserbrief, Rede
  • Regulierende Texte: Gebrauchsanweisung, Gesetzestext oder Vertragstext
  • Diskontinuierliche Texte: Diagramme, Karten und Tabellen

Auf Webseiten und Online-Marketingplattformen sind andere Textgattungen relevant. Dazu zählen etwa: Blogbeiträge, Produkttexte, Ratgeber, Destinationstexte, Glossar-Beiträge oder Landingpages.

Ein Blog ist heute ein Muss

Ein Blog ist lange ein Must-have. Für deine persönliche Website bei Selbständigkeit, aber auch als Corporate Blog darf er heutzutage nicht mehr fehlen. Und das unabhängig von der Branche.

Frischer Content zu speziellen Themen in der Tiefe. Spannend und mit einem Augenzwinkern geschrieben, so lassen sich Blogs heute beschreiben. Sie sind die beste Investition für dein Business und ein attraktives Kommunikationstool für jedes Unternehmen.  

Darüber hinaus sind Blogbeiträge für das Google-Ranking goldwert. Wichtig ist natürlich dabei, dass deine Blogposts nicht nur für deine Leser:innen, sondern auch noch für Suchmaschinen (Google ist hier Platzhirsch) optimiert sind. Das Stichwort dazu lautet SEO.

Dazu gehört zum Beispiel auch die Textlänge: 400 bis 1.800 Wörter sind (aktuell) ein guter Richtwert, damit Google deine Posts leicht ausliest und entsprechend rankt. Natürlich kommen neben der Textlänge auch andere wichtige Punkte hinzu. Beispielsweise Textaufbau, Überschriften und Zwischenüberschriften, Bildbeschreibungen und ALT-Text.

DU MÖCHTEST NOCH MEHR ÜBER BLOGS UND IHREN MEHRWERT ERFAHREN?

Fürs Produkt begeistern mit Produkttexten

Ob locker oder rein informativ, Produkttexte sind für Onlineshops essenziell. Menschen, die sich für ein Produkt oder eine Leistung interessieren, möchten gern mehr darüber erfahren. Sie wollen herausfinden: Was genau kann die Ware? Ist sie genau das, was ich brauche? Inwiefern hilft sie mir, mein Problem zu lösen, meinen Alltag oder mein Business zu erleichtern? Kurzum: What’s in for me?

Ein gelungener Produkttext beschreibt die Vorteile des Produkts. Sie motiviert zudem potenzielle Käufer:innen, schließlich den Artikel zu kaufen oder die Leistung zu buchen.  

Dabei ist nicht zu vergessen: Der Produkttext ersetzt beim Onlineshopping die Sinneswahrnehmung der Kund:innen. Er bietet ihnen somit ein Produkterlebnis. Und ein Produkterlebnis ist genauso gut wie der Text selbst. Sehen, riechen, anfassen – das geschieht nun allein durch Worte, die begeistern und verkaufen.

DAS HÖRT SICH NEU FÜR DICH AN? DANN UNTERSTÜTZE ICH DICH GERN ALS TEXTERIN DABEI.

Geballtes Wissen in Ratgebertexten

Ratgebertexte stellen – für mich persönlich – geballtes Wissen auf komprimierten Seiten dar. Von Yoga bis Mamasein: Die Vielfalt an Ratgebertexten ist enorm. Sie informieren Leser:innen umfassend über ein bestimmtes Thema, geben wichtige Tipps und sprechen wertvolle Empfehlungen aus.

Damit das authentisch und überzeugend klingt, bringen Autor:innen der Ratgeberbeiträge die notwendige Expertise mit. Sie schreiben beispielsweise häufig über das betreffende Thema. In vielen Fällen haben sie sogar privat Erfahrung damit gemacht und dokumentieren ihr Wissen in Ratgebern.

Welche Fakten interessieren die Leser:innen? Welche Probleme beschäftigen sie? Welche Lösungen gibt es dazu? Im Grunde genommen konzentrieren sich gute Ratgeber darauf, diese drei bedeutende Fragen zu beantworten.

Aber Vorsicht: Ratgebertexte, egal wie gut sie sind, ersetzten keine Beratung etwa durch Ärzt:innen, Anwält:innen oder Steuerberater:innen.

Glossarbeiträge liefern Wissen von A bis Z

Von A wie Advertorial bis Z wie Zielgruppe. Ein Glossar definiert einen Begriff in alphabetischer Reihenfolge. Dazu in wissenschaftlicher Fachsprache, sachlich und neutral. Es enthält weder Tipps oder Empfehlungen noch Meinungen oder Werbung.

Ein Glossar zu einem bestimmten Thema, zum Beispiel Business-Storytelling oder Online-Marketing, ist ausgezeichneter SEO-Booster. Glossare funktionieren auch sehr gut als Freebie (kostenfreies Angebot) für deine Zielgruppe. Du kannst sie zum Beispiel als Dokument zum Download auf deiner Website oder als Newsletter-Magnet anbieten.

Nebenbei: Das Glossar ist die Verkleinerungsform der Glosse. Die Glosse hat wiederum mehrere Bedeutungen: eine spöttische Randbemerkung, ein polemischer Kommentar zu aktuellen Ereignissen oder eine Erläuterung in alten Handschriften.

Mit Destinationstexten Reiselust wecken

Wo geht deine nächste Reise hin? Du weißt es noch nicht? Dann helfen dir bestimmt Reisetexte dabei, herauszufinden, worauf du Lust hast. Auf die weite Ferne? Oder doch lieber auf die nahe Heimat?  

Destinationstexte sollen die Reiselust bei den Leser:innen wecken. Sie geben aber auch wichtige Fakten über Klima, Geschichte, Sprache oder Sehenswürdigkeiten des jeweiligen Urlaubsorts wieder.

Was siehst du, was riechst du, was schmeckst oder hörst du dort? Die Kunst des Reisetextens besteht vor allem darin, die Stimmung eines Ortes mit Worten einzufangen.

Mit Landingpages punkten

Bleiben, kaufen oder weitersuchen. Was deine Zielgruppe genau vorhat, das entscheidet sich häufig auf deiner Landingpage. Dabei handelt es sich um eine speziell aufgebaute Internetseite deines Onlineauftritts. Die sich einem Thema in der Tiefe widmet. Werbeanzeigen oder Suchmaschineneinträge navigieren deine potenziellen Kund:innen dorthin.

Gut konzipiert und gestaltet zieht sie wie ein Magnet deine Kund:innen. Typisch für die Landingpages sind die Handlungsaufforderungen (CTA, also Call-to-Action) und die Optimierungen für die Suchmaschinen, vor allem für Google.

Praxisrelevant sind dabei Keywords und Keywords-Kombinationen, die natürlich und authentisch in deinen Text einfließen.

Somit schreiben Texter:innen nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen. Das ist schon längst Realität. Dass aber Bots wie ChatGPT (anstatt Menschen) aktuell für Maschinen texten, ist allerdings ein relativ neues, dennoch langfristiges Phänomen.

Last, but not least

Es fällt mir immer wieder auf: Mein Elevator Pitch ist ziemlich bescheiden. Denn ich kann doch viel mehr als das, was ich in 60 Sekunden erzähle. Außerdem: Während ich diesen Beitrag schreibe, merke ich, dass ich noch jede Menge dazulerne. Das bietet der Beruf der Texter:innen per se: ein stetes Dazulernen.

Ein Grund mehr, das Schreiben so sehr zu mögen.  

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